Bisexualität - Wir sind die "Normalen" ? (Bi-Themen im Web)

by Georg @, Thursday, October 25, 2018, 11:52 (52 days ago)

Liebe Bi-Community. Immer wieder stoße ich auf "alte Denkweisen", z.B. bei meiner Ehefrau. Sie spricht immer noch in den Kategorien "normal" und "anders". Wenn wir unsere Kinder beurteilen, so sagt sie über unsere Kinder bei der Vermutung, dass sich Bisexualität als Charakterteil erblich verhält - "vielleicht hat er das auch". Das klingt, als wäre hier eine Erbkrankheit im Spiel. Ich krieg das einfach nicht raus. Es verärgert mich.

Guckt mal ins Tierreich. Homosexualität gibt es auch dort. Bonobo-Affen gehören zu den Menschenaffen, die uns am ähnlichsten sind. Hier wird Sexualität und auch Homosexualität ausgelebt und zwar zur Beruhigung und Sozialisation. Demgegenüber sind Schimpansen, die hochgradig heterosexuell leben viel aggressiver, weil hier die sozialen Bindungen zwar vorliegen, jedoch hart erkämpft werden müssen. Auch bei anderen Säugern und auch Vögeln ist Homosexualität bekannt!

Im Großen und Ganzen kämpfe ich dafür, das Schubladendenken auszuräumen. Wir Bi's sind da Vorreiter. Ohne Schubladendenken sehen manche Menschen in einen Abgrund. Sie bekommen Angst. Ihre festgelegten Grenzen sind nicht mehr da. Es gibt keine einseitige Heterosexualität oder Homosexualität mehr, sondern nur noch ein Gemisch. Wie leicht ist es, seine homophoben Gedanken da gegen sich selbst zu richten!

Wie geht Ihr denn mit so nahen Familienmitgliedern um? Die Arbeit, die ich hier mache scheint eine Sisyphos-Arbeit. Meine Frau und ich gehen auf den CSD und hinterher ist alles unverändert...

Liebe Grüße


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