Vielfalt statt Einfalt

 

Presseerklärung zur Kundgebung am 24.1.2015 in Hamburg

BiNe - Bisexuelles Netzwerk e.V. unterstützt das Hamburger Aktionsbündnis "Vielfalt statt Einfalt" und kritisiert scharf die Bemühungen der Organisation "Besorgte Eltern", den Sexualunterricht in Kita, Kindergärten und Schulen zu stoppen.
BiNe e.V. hat sich immer für (sexuelle) Aufklärung eingesetzt, gerade damit Grenzen akzeptiert werden, aber auch Liebe unabhängig vom Geschlecht wertgeschätzt wird. Dies wird auch weiterhin Ziel von BiNe e.V. bleiben.

Das Ziel der "Besorgten Eltern", Kinder zu schützen, verfehlen sie nicht nur, sondern kehren es sogar um. Wer keine Aufklärung (bereits im Kindergarten) betreibt, öffnet Tür und Tor für sexuellen Missbrauch.

Denn nur, wer über Wissen verfügt, kann sich Hilfe holen oder sogar selbst wehren.

BiNe e.V. distanziert sich auch von der einseitigen Berichterstattung zu Gendertheorien. Zitat der "Besorgten Eltern": "Stop zu der Genderbewegung, die unseren Kindern weis machen will, sie müssten sich ihr Geschlecht selber aussuchen". Diese Unterstellung ist absurd und einfach falsch.

Des Weiteren werden pauschal Ängste geschürt, dass Kinder durch Sexualkunde unterrichtende Lehrer_innen über Gruppensex und Sexspielzeug informiert würden und dabei die Schamgrenze der Kinder bzw. der Eltern überschritten und die Kinder indoktriniert würden.

BiNe e.V. unterstützt eine von klein auf altersgerechte Aufklärung über Lebens- und Liebens-Vielfalt - insbesondere auch die von Regenbogenfamilien.

BiNe e.V. setzt sich gegen Diskriminierung in jeder Form ein und wünscht sich, dass jedes Kind/jeder Jugendliche in seiner individuellen sexuellen Selbstbestimmung unterstützt wird - unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung.

Aktuell unterstützt BiNe e.V. das Hamburger Aktionsbündnis "Vielfalt statt Einfalt" mit der Kundgebung am 24.1.2015 (www.vielfalt.hamburg).