Ich bin kein Künstler … nun ja, ich bin schon sehr kreativ, aber nicht im Bereich der Bildenden Kunst! Dennoch habe ich mich zu diesem Workshop angemeldet. Mit Farben und Körpern zu experimentieren, das reizte mich. Was daraus werden sollte – ich war völlig offen! Aber eine Spur Exhibitionismus finde ich eigentlich ganz gesund.
Es fing ganz unverfänglich an: drei Frauen und vier Männer, eine Workshopleiterin und – da wir es genehmigten – ein Fotograf. Wir redeten darüber, wo unsere Grenzen liegen (wir hatten zunächst keine), was wir uns vorstellen und wie wir anfangen.
Bald war klar, wir wollten keine separaten Abdrücke machen, sondern ein großes Bild, ja, es fiel der Begriff: „Orgie in Rom“ – mit vielen Armen, Personen, wild durcheinander!
Ein großes Laken, grüne, gelbe und blaue Farbe, Folie zum Abdecken, sieben Körper – und auf ging's! Schnell fielen Scham und Hüllen. Mehrere Personen ließen sich von einer Seite mit Creme einschmieren, und dann kam die Farbe darüber. Vorsichtig wurde das Laken über einen gespannt und festgedrückt. Später ging es auch andersrum: Mund, Arm, Brüste oder Penis auf das Laken!
Zwischendrin immer wieder das nackte oder mit Bademantel bekleidete Rennen zur Dusche und Saubermachen. Es wurde viel gelacht. Es machte Spaß! Und es war eine lockere, angenehme Stimmung!
Ob das Kunstwerk in 10 Jahren in allen Wohnzimmern hängt, ist eventuell etwas fraglich, aber Spaß gemacht, es zu fertigen, hat es auf jeden Fall – und eine Erinnerung wert!
Frank